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„O das! Sie konnten auch Alles hören! Er hat nichts geſagt, was ich nicht ſelbſt hören durfte.“
„Sie haben es auch gern gehört?“
„Ueber alle Beſchreibung gern!“
„Ihnen iſt Herr Hübner theuer?“
„Ueber alle Begriffe theuer!“
„Bravo! Ich liebe ihn auch!“
„Sie auch? Und Das haben Sie mir nicht früher geſagt?“
„Es iſt mir heute erſt klar geworden.“
„Ach, ſo iſt es mir auch ergangen. Doktor, lieber Doktor, er iſt mein Freund geworden, wie Sie—“
„Wie ich?“
„Ja— wenigſtens in ähnlicher Weiſe. Ach! laſſen Sie uns recht oft von ihm ſprechen, denn meine ganze Seele iſt von ihm erfüllt.“
Beinahe hätte der alte Mann vor Rührung Thrä⸗ nen vergoſſen, als er dieſes reine, natürliche Bekennt⸗ niß vernahm. Er drückte das junge Mädchen, ver⸗ geſſend, daß ſie die Baroneß von Steinach und die Nichte des Barons von Brandau war, feſt an ſich, wie er ſeine Tochter an ſich gedrückt haben* wenn ſie in gleicher Lage geweſen wäre, und fluͤſterte ihr Troſt und Muth zu, als ob ihr Herz deren noch bedurft hätte. Ach, ein Herz, das ſich ſeiner Liebe


