Teil eines Werkes 
1. Theil, 2. Abt. (1858)
Entstehung
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ſich in der ſtummen Innigkeit und der Uebereinſtim⸗ mung ihrer Gefühle kund.

Auf Wiederſehen auf glückliches Wiederſehen! ſagte Herr Hübner, von Herzen betrübt.

Marie konnte Nichts mehr ſagen, ein ſilberner Schleier fing an, ſich über ihre Augen zu legen und eine noch nie empfundene Macht hielt ihre Zunge ge⸗ feſſelt. Da löſten ſich denn die Hände los, deren Druck mit der Länge der Zeit immer fühlbarer ge⸗ worden war, und nach einem trotz der Dunkelheit des Abends gegebenen und verſtandenen Blicke aus beiden Augenpaaren wandte der ſtärkere Mann zuerſt ſich ſeiner Richtung zu. Raſch, wie es ſonſt nicht ſeine Gewohn⸗ heit war, lief er über das Feld, und nicht lange dauerte es, ſo war er den Augen der Nachſchauenden entſchwunden. Aber nur ihren Augen, denn ihre Seele hielt ihn feſt umſchloſſen, wie nur die Seele eines Weibes die Erinnerung an einen Mann feſt⸗ halten kann. Unbeweglich, als wäre ſie an den Bo⸗ den gewutzelt, wie die ſie umgebenden Platanen und Buchen, blieb ſie auf der Stelle ſtehen, wo ſie den Abſchiedsgruß empfangen hatte. Plötzlich regte es ſich wie ein wollüſtiger Schauer in ihr, ſie empfand, was ſie in ihrem Leben nicht empfunden, und als ob alle Schleuſen ihres Innern mit einem Male geöffnet