Teil eines Werkes 
1. Theil, 2. Abt. (1858)
Entstehung
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Ihnen geſtern zu ſagen verſprach. Zunächſt aber ſpreche ich hiermit meinen aufrichtigſten Dank für das Vertrauen aus, welches Sie mir dadurch erwieſen ha⸗ ben, daß Sie mir die Geſchichte Ihres Lebens und theilweiſe auch die Ihrer Familie mitgetheilt haben. Ich werde davon keinen unredlichen Gebrauch machen, verlaſſen Sie ſich darauf. Mir aber haben Sie da⸗ durch wohlgethan, wie lange kein Menſch, und viele Feindſeligkeiten haben Sie damit ausgelöſcht, viele Bitterkeit in meinem Herzen verſüßt, die mir die Men⸗ ſchen im Leben zugefügt. Ich bat Sie nun, heute hierherzukommen, um Ihnen dieſen Dank ſo bald wie möglich auszuſprechen, denn morgen oder einen an⸗ deren Tag hätte ich Ihnen denſelben nicht mehr aus⸗ ſprechen können.

Warum nicht? fragte Marie mit einem leichten unwillkürlichen Schauer.

Weil ich dieſe Gegend auf unbeſtimmte Zeit ver⸗ laſſe und unterdeß dieſe Gräber nicht beſuchen kann, die eine Freiſtätte auch für die Lebendigen waren.

Wie? Sie wollten von hier fort? Und das ſagen Sie mir erſt am letzten Tage?

Die Nothwendigkeit meiner Reiſe machte ſich ſchon früher geltend, allerdings; allein ich weiß