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„Ich muß Dir Das ſagen, um meinen und viel⸗ leicht auch Deinen ehrlichen Namen zu retten.“
„O Gott!“ ſagte der alte Mann und griff ſich mit beiden Händen in ſeine grauen Haare, während er mit wankenden Schritten durch das Zimmer lief.
„In welche ſchreckliche Lage kann ein Menſch auf Erden gerathen! Ja, ja, ich ſehe es ein. Daß Das aber mir— mir begegnen konnte, iſt mir unerklärlich, unbegreiflich, denn das geht nicht mit rechten Dingen zu.— Aber wahr, wahr“, murmelte er vor ſich hin —„ihm muß geholfen werden— ſchon darum, darum— und ſo ſei es! Ha! Jetzt erkenne ich den Segen Gottes erſt, den er mir heute geſpendet hat. Ich hielt den heutigen Tag für einen Unglückstag, und er war ein Glückstag, denn er brachte mir die Rettung meiner Ehre und meines Namens in’s Haus. Erſt die Nacht iſt unglücklich— die Nacht, in der mir Solches geſchehen konnte.— Höre,“ rief er jetzt mit tönender Stimme ſeinen ziemlich gleichgültig da⸗ ſtehenden Sohn an.„Diesmal will ich Dich retten und ich habe augenblicklich die Mittel in Händen, daß ich es kann, obgleich mir nicht ganz klar iſt, ob Du es verdienſt. Denn ein anderer Sohn wäre, wenn er ſich in Deiner Lage befunden, mit Thränen im Auge und händeringend zu ſeinem Vater gekommen,
Baron Brandau. I. 2. 3


