unſerer Betrachtung ziehen. Der Baron hielt ſich von Anbruch des Tages bis ſpät Abends außer dem Hauſe auf, nur ſein Mittagsbrod verzehrte er eilig in ſeinem Zimmer, ohne dabei einen Blick auf die Nichte zu werfen, die, ihn mit ihrem ſcharfen Auge beobach⸗ tend und jeden Zug ſeines Weſens erforſchend, ſchwei⸗ gend an ſeiner Seite ſaß. Wenn er den letzten Biſſen im Munde hatte, lief er ſchon wieder mit dem För⸗ ſter durch den Wald, oder mit dem Verwalter über
die Felder und Triften, in denen der letzte Orkan einen erheblichen Schaden angerichtet, hier das frucht⸗ 8 bare Land mit den reifenden Früchten weggeſchwemmt,
dort die Wieſen verſandet und die Wälder gelichtet hatte. Es war noch nicht abzuſehen, wie hoch ſich
der Schaden belaufen würde, aber ſo viel war mit Gewißheit zu erkennen, daß die Erndte für dieſes
Jahr ſo gut wie veloren und die Mühe de Arbeit
mit der Hoffnung auf einen einigermaßen lohnenden
Ertrag eine vergebliche geweſen ſei. Gegen den Ha⸗ gelſchlag war man auch nicht verſichert gew ſen, denn dergleichen ſegensreiche Anſtalten der Neuzeit waren dem Baron über die Maaßen verhaßt, und un hatte er nicht allein dieſen Verluſt, ſondern auch die ge⸗ rechten Vorwürfe zu ertragen, die ihm ſein Verwalter,


