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er in demſelben Zimmer ſchon öfters erlebt, aber noch niemals hatte er ein ſo hartes Gefühl des Wider⸗ willens gegen ſo hartnäckiges Feſthalten an vorge⸗ faßten Meinungen und eingewurzelte Parteilichkeit empfunden. Dennoch bedauerte er den Gutsherrn mehr als er ihm böſe war, denn ſein Mitleid mit anderen vom Unglück heimgeſuchten Perſonen war ungleich größer als ſeine Eigenliebe, er war ein mehr guter als eiteler Mann, eine Seltenheit unter den Menſchen heut zu Tage.
Daß er ſich in Beziehung auf das Leben oder den Tod des verſchollenen Bauernjunkers irren könne, wußte er ſehr wohl, denn wenn Richard wirklich auf das bewußte Schiff gegangen war, ſo war er nicht mehr am Leben, da kein Menſch an Bord deſſelben gerettet ward; allein gerade daran zweifelte er, daß der Knabe das Schiff betreten hatte, wozu er keinen Grund auffinden konnte. Daß aber der Vater blind⸗ lings von den Eigenſchaften von Kindern eingenom⸗ men war, die nach ſeiner Meinung einer ſo großen Aufopferung viel weniger werth waren, als der ver⸗ ſchollene Bauernjunker, konnte er noch viel weniger begreifen. Was nun aber in Bezug auf die Familie 4* des Barons ſich ereignen mochte, Gutes oder Schlim⸗ mes, er faßte den Entſchluß, dem Schickſal ſeinen


