Teil eines Werkes 
1. Theil, [1. Abt.] (1858)
Entstehung
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termiſcht, haben den verſtrichenen Wonnemonat in einen unbehaglichen Nachwinter verwandelt. Die Hoff⸗ nungen des Landmanns, heut zu Tage leider ſo häufig getrübt, ſcheinen auch diesmal nicht alle erfüllt wer⸗ den zu ſollen; er ſeufzt unter der Befürchtung, daß ſeine Mühe, ſein Fleiß abermals vergeblich geweſen und daß die ſpät eintretende Erndte den allgemeinen Erwartungen ſehr wenig entſprechen werde. Freilich können der guten und ſchönen Tage noch viele kom⸗ men, aber ſie ſind auch nothwendig zum Gedeihen der Frucht auf dem Felde, die ſich im Vergleich mit früheren Jahren um mehrere Wochen verſpätet hat. Doch, durchwandern wir das Dorf Holzendorf ſelbſt mit flüchtigem Fuße. Von kräftigem Laubge⸗

hölz umgeben, welches ſich beinahe dicht an die äußer⸗ ſten Gehöfte ſchließt, ruht es ſtill und friedlich unter

dem blitzenden Sommerhimmel. Seine faſt ſtädtiſch gebauten Wohnhäuſer ſind alle von niedlichen Gär⸗ ten eingefaßt, die eine wohlhabende Bevölkerung ſorg⸗ ſam zu pflegen verſteht. Garten reiht ſich an Haus, und Haus an Garten an, und überall erblicken wir

Blumen und Raſenſtücke, Obſtbäume und Zierpflan⸗

zen, welche die ſprechendſten Zeugen eben ſo prakti erfahrener wie friedlich geſinnter Menſchen ſind. iſt fünf Uhr Nachmittags vorbei ſo eben hat