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der Kopf zerſpringen, das Herz brechen will— kein Traum kann angſtvolleres ausmalen, und meine Träume waren doch ſchrecklich genug! Ich ging raſch, aber der Weg ſchien ſich unter meinen Füßen auszudehnen und jeder Wagen,
der vorbei rollte, konnte Eduard fortführen. Einmal fuhr
ein eleganter Reiſewagen nahe an mir vorüber; ich ſtieß einen ſchwachen Schrei aus und ſtürzte ihm entgegen. Die Umſtehenden ſahen mich erſtaunt an. Als der Wagen um die Ecke bog, erblickte ich Mr. Escourt's Geſicht; lachelnd grüßte er mich..
Endlich erreichte ich das Haus und zog die Glocke. Ich wartete lang. Die Magd, welche die Thüre öffnete, ſtarrte
mich ſchweigend an. Schnell ſtieg ich die ſchmale Treppe
hinauf; ſie folgte mir und hielt mich am Arme zurück.
— Sie können ſie nicht ſehen; das Kind iſt todt.
Ein Schwindel ergriff mich; ich mußte mich an die Mauer lehnen.— Was ſah ich! Todtenbleich, aber mit feuerſprühenden Augen, wie ein Geſpenſt, ſtand Miſtreß Tracy vor mir. Ihre verwitterten Geſichtszüge waren verzerrt und ihre Stimme klang fürchterlich.
— Beſudle nicht dieſes Haus mit Deiner Gegenwart; der Fluch Cain's liegt auf Dir; Du trägſt ſein Zeichen auf Deiner Stirn und Gottes Rache wird Dich erreichen; die Stimme der gemordeten Unſchuld wird ſie aus ihrem feuchten Grabe auf Dich herabrufen. Das Todesröcheln des Kindes, das heute Morgen ſtarb, ſchreit wider Dich! Ja, zittre, erbleiche und fall' auf Deine Knie, denn Du wirſt endlich Deinen Lohn empfangen. Du wirſt weinen, wie Du Andern Thränen ausgepreßt haſt! Du wirſt zer⸗ treten werden, wie Du Andere zertrateſt! Dein Mann wird Dich fortjagen, Dein ſchändlicher Liebhaber Dich ver⸗ laſſen! und wenn mein liebes Kind, wenn meine Alice todt ſeyn wird——
— Todt! Alice! Barmherziger Gott! Iſt Alice in Gefahr?
— In Gefahr! Glaubteſt Du denn, daß— verathen, beſchimpft, verlaſſen, mit einem Kind an der Bruſt und einem Dolch im Herzen, meine Tochter, mein Schatz, mein


