Teil eines Werkes 
6.-8. Bändchen (1853)
Entstehung
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Sie in ihrem heiligen Beruf, und Adrian d'Arberg zuerſt in fremdem Lande, und dann in ſeiner Hei⸗ math arbeitend für einen gemeinſchaftlichen Zweck, bloß lebend für einen einzigen Gegenſtand, indem ſie alle die hohen Gaben des Geiſtes, all den reichen Schatz des Herzens, womit Gott ſie ausgeſtattet hatte, zur För⸗ derung des Reiches Gottes auf Erden verwandten, waren beide in der That glücklich, mit der Glückſeligkeit der Engel glücklicher als die glücklichſten Kinder der Welt. Wer konnte daran zweifeln? Wer wollte ſie bemitleiden? Er hätte dann auch Elias in der Ver⸗ bannung bemitleiden müſſen, und Johannes den Täufer in der Wüſte, und dieWittwe bei vier und achtzig Jahren, die kam nimmer vom Tempel Tag und Nacht.*

Wohl ſind die Wege durch's Pilgerland Gar mancherlei, rauhe und ſüße;

Auf allen führt Gottes Vaterhand Der Kinder wandernde Füße.

Die Einen ſeh'n und empfinden kaum Der Dornen Stechen und Wüthen,

Im Vorübergeh'n regnet's von Buſch und Baum Auf ſie nur mit Blumen und Blüthen.

Doch blutende Füße, erſtarrender Krampf, Eiskalter Sturmwind vom Norden,

Die Noth der Verſuchung, des Herzens Kampf, Sind Anderer Erbtheil geworden.

Wer iſt nun beglückter? Was frag' ich viel! Bei Gott, dem wir alle entſtammen,

Bei Gott, dem einzigen Zweck und Ziel, Da laufen die Wege zuſammen.

Lady Clara Audley und Lord Lifford ſahen ſich wieder. Die Wunde, die ſo lange offen geblieben war,