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und wandte ſich an Frau Crofton mit der leiſen Frage, ob dieß Fräulein Lifford's Bruder ſei, der den Verſuch ſo diktatoriſch unterbrochen habe? Dieſe Frage machte Gertrude erröthen; und Adrian, der im Allgemeinen ſo ruhig war, war ein wenig aus der Faſſung gebracht, und trat zu einer Gruppe von Herren im nächſten Zim⸗, mer. Da in Folge dieſes plötzlichen kleinen Zwiſchen⸗ falls einige Verlegenheit herrſchte, ſo ſagte Lady Clara: „Kommen Sie, Herr Edwards, verſuchen Sie, ob Sie mich beſſer als letzte Woche in den Schlaf bringen kön⸗ nen. Sie wiſſen, ich halte mich für unempfindlich gegen Ihre Vorkehrungen. Er ſtellte ſich vor ſie hin und be⸗ gann die gewöhnlichen Bewegungen zu machen; nach einigen Minuten ſchloß ſie die Augen und ſtellte ſich, als ſei ſte eingeſchlafen; dann plötzlich fuhr ſie mit fröhlichem Lachen auf und ſchüttelte triumphirend den Kopf.„Ei, ei, Lady⸗Bird,“ rief ſie aus,„Sie wollten die Probe nicht beſtehen und verdienen nun auch nicht die nämlichen Ehren, wie ich. Laſſen Sie uns in das Muſikzimmer gehen.“
Sie kehrte ſich bei dieſen Worten um und ſah Gertrude unbeweglich in der Nähe des Kamins ſtehen — mit ſtarrem Geſicht und mit jenem leeren Ausdruck in den Augen, welcher einen Zuſtand von natürlichem oder künſtlichem Somnambulismus verräth.„Sie haben ſie magnetiſirt!“ rief ſie mit einer widrigen Empfin⸗ dung aus, denn ſie hatte eine Art inſtinctmäßiger Furcht vor Adrian's Mißvergnügen, und fühlte auf einmal, daß Gertrude ihm theurer war, als ſie noch wenige Augenblicke zuvor gedacht hatte.„Machen Sie das, was Sie gethan haben, wieder gut,“ ſagte ſie haſtig, ges greift mich an, ſie in dieſem Zuſtande zu ſehen.“ Herr Edwards verſuchte es, aber, wie es ſchien, verge⸗ bens, und wurde ſelbſt ängſtlich.„Ich richtete den mag⸗ netiſchen Einfluß nicht direet auf ſie,“ rief er haſtig aus, gund ich weiß nicht, wie ich ihren gegenwärtigen Zu⸗ ſtand behandeln ſoll. Vielleicht kann ich machen, daß


