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errieth er, wie die Sachen ſtanden:— daß ſie nicht an ihres Vaters Liebe glaubte und daß, wenn nicht bittere Ereigniſſe in ihrem Leben ſtattgefunden hatten, doch wenigſtens wunde Ecken ſich in ihrem Herzen fanden. Diejenigen, welche ſelbſt die Erfahrung gemacht haben, wie das Leiden ſich verwandeln kann— ich hätte faſt geſagt in Glück, und ich will es auch nicht widerrufen, aber auf jeden Fall in Segen— tragen in ſich eine Art ſehnlichen Verlangens, Anderen, und insbeſondere der Jugend, das Verſtändniß hierüber zu öffnen. Ver⸗ bitterung des Herzens iſt die ſchlimmſte Art von Leiden, aber vielleicht iſt ſie am ſicherſten zu heilen, wenn das richtige Heilmittel angewandt wird. Und durch wenige anſpruchsloſe Worte, einige Beiſpiele, die er da und dort aus dem wirklichen Leben anführte, brachte er ihr ſein Rezept zum Lebensglück bei; aber indem er den Trank bereitete, brachte er unbewußt einen Beſtandtheil hinein, den er nicht beabſichtigte. Es war ein berau⸗ ſchender Zuſatz, der leicht vernichten konnte, was er zu befördern den Anſchein hatte.
Als er am Morgen des Sonntags nach ihrer Ab⸗ reiſe im Geſellſchaftszimmer auf den Wagen wartete, der ihn nach Schloß Lifford bringen ſollte, nahm er zufälligerweiſe ſein eigenes Buch auf, das auf dem
Tiſche lag, und öffnete es gerade an der Seite, wo ſie
mit feinen Bleiſtiftzügen einen Schlüſſel hingezeichnet hatie, und er las die italieniſchen Worte, die darunter ſtanden.„Wirklich,“ ſagte er zu ſich ſelbſt,„das iſt der Schlüſſel zu dem, was uns zu Zeiten an uns ſelbſt ſo räthſelhaft erſcheint,— zu unſerer Kraft und zu unſerer Schwäche.“ Als er durch die düſtre Allee von Schloß Lifford hinauffuhr und das melancholiſche alte Herren⸗ haus am Ende derſelben zu Geſicht bekam, das, mit der reizloſen Ausſicht hinter ihm, einen ſchlagenden
Kontraſt gegen die Landſchaft zwiſchen ihm und Audley⸗
Park bildete, mußte er darüber nachdenken, was für eine ſeltſame Blume an dieſer öden Stelle emporgebluht ſei. Als ſein Wagen hielt, kam ein Diener an das


