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zartere Worte ſprach ſie zu ihm, zu heilig, um hier wiedergegeben zu werden; und bis jetzt hatte er ſie in ſeinem Herzen getragen und ſie hatten Früchte gebracht in ſeinem Leben. Sie blieb ſein Ideal von Weiblich⸗ keit, und es war beinahe eine religiöſe Andacht, womit er ihr Andenken ehrte. Er hatte ſeitdem keinen Gedan⸗ ken an Liebe oder Ehe. Manchmal hatte er einen An⸗ reiz zum Kloſterleben verſpürt, aber doch nicht den wirk⸗ lichen Beruf dazu in ſich gefunden. Er hatte nicht viel in Geſellſchaften gelebt, und kein Weib außer Ida hatte je einen Eindruck auf ihn gemacht. Einmal hatte er aus Rückſicht auf die Wünſche ſeiner Familie den Ver⸗ ſuch gemacht, eine junge Perſon zu lieben, die man ihm zur Che empfahl. Seine Verwandten glaubten, ſie gleiche ſeiner früheren Geliebten und ſetzten voraus, ſie würde ihn gewinnen; aber ſie hatte bloß Ida's Züge ohne ihre Seele, und er bebte vor der Aehnlichkeit zurück, als vor einer Täuſchung und einem Fallſtrick. In jener Nacht, da er im Verfolg einer Streiferei durch den Park von Audley⸗Place Gertrude bewußtlos gefunden und in ſeinen ſtarken Armen in das Haus getragen hatte, hatte er nur eben wahrgenommen, daß ſie ſchön ſei oder viel⸗ mehr es ſein werde, wenn das Leben zurückkehre; als er von Lady Clara ihren Namen erfuhr und ihre Fa⸗ milie, und ihre häuslichen Verhältniſſe ihm beſchrieben wurden, ſing er an, ſich für ſie zu intereſſiren.
Er hatte dafür verſchiedene Gründe, und ob es gleich vor der Hand nur ein vorübergehendes Gefühl war, ſo war es doch mehr, als er für irgend ein weibliches We⸗ ſen, Ida ausgenommen, empfunden hatte. Er erinnerte ſich, wie in Italien Moriz Redmond ihm von ihr zu erzählen gepflegt, und wie er ihm einſt einen ſehr eigen⸗ thümlichen, geiſtvollen Brief gezeigt habe, den ſie ihm geſchrieben hatte. Als er anfing, ſich mit ihr zu unter⸗ halten, wurde er zwar zuweilen ein wenig abgeſtoßen, im Ganzen aber doch angezogen. Wie oben geſagt, vom erſten Augenblick ihrer Bekanntſchaft an hatte er ſo viel unbewußten Einfluß auf ſie, daß ihre etwas ſelt⸗
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