Teil eines Werkes 
1.-5. Bändchen (1853)
Entstehung
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ſondere haben ſeltſame Gründe zum Mitgefühl. Gewiß iſt es, daß die Umſtände, die im nächſten Capitel wer⸗ den dargeſtellt werden, dazu dienten, ſie einander näher zu bringen, und ihrem Umgange eine Vertraulichkeit wiederzugeben, den er die letzten Jahre her ſtufenweiſe verloren hatte. Vielleicht entſprang ſie aus der Fülle des einen Herzens und der Leere des andern, aus dem Bedürfniß einer Ergießung auf der einen, aus dem der Ausfüllung einer Lücke auf der andern Seite. Dieß

wird man im Vorrücken unſerer Erzählung beſſer verſtehen.

Zweites Kapitel.

Ein heitrer Frohſinn wehrt die Folgen ab,

Nur nicht bie ruheloſe, dumpfe Schwermuth,

Die Schweſter troſtlos ſcheußlicher Verzweiflung; An ihren Ferſen hängt ein ungeheurer Giftſchwangrer Schwarm von ſchreckenblaſſen Seuchen Und Feindinnen des Lebens.

Shakespeare.

Auf dem gefällten Stamme einer alten Buche ſaßen gegen Ende des Maimonds, ungefähr ſechs Jahre nachdem Moriz von Stonehouſeleigh nach London ge⸗

Augen ſtellte. Der erſte Anflug des Frühlings färbte mit zartem Grün Weißdorn, Epheu und Hagenbutt⸗ Strauch, die mit unzähligen natürlichen Laubgängen und maleriſchen Verſchlingungen ein Labyrinth bildeten, aus welchem trotzige Eichen mit wilder Majeſtät em⸗ porſtiegen, während ihre knorrigen, gekrümmten Aeſte

noch die ganze Nacktheit des Winters zeigten, außer

wo hie und da das junge Moos und die Miſtel ſich