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Bücher, man verſchaffte ihm Gelegenheit, gute Muſik zu hören; ein Organiſt in einer benachbarten Stadt er⸗ theilte ihm unentgeltlichen Unterricht.
Aber von dem Augenblick an, da er mit dem klei⸗ nen Mädchen vom Schloſſe Lifford bekannt wurde, be⸗ kam ſeine Einbildungskraft ein neues Leben. Sie ging mit Freuden auf alle Arten kindlicher Unterhaltung ein, die ſein lebhafter Geiſt vorſchlagen mochte. Er unter⸗ hielt ſie, ihren kleinen Bruder und Marie mit Ge⸗ ſchichten von Königen und Prinzeſſinnen, von Feen und Zauberern, die er geleſen hatte oder erfand; mit Verſen, die, wenn auch rauh und fehlerhaft, doch nicht ohne eine Ader dichteriſcher Begabung waren. Er lehrte ſie alte Balladen ſingen, Gedichte herſagen und hiſtoriſche Scenen aufführen. All' dieß ſtimmte ganz genau zu Gertrudens lebhafter Einbildungskraft. Sie liebte es, Königin Margaretha zu ſpielen, wie ſie mit dem Räu⸗ ber im Walde zuſammentrifft, Emma Robſart, wie ſie durch die Fallthüre im Schloſſe verſchwindet, Scenen aus„dem Sommernachts⸗Traum,“ oder Auftritte aus dem Leben Robin Hoods aufzuführen. Aber die groß⸗ artigſte und die beliebteſte Darſtellung der kleinen Ge⸗ ſellſchaft, die man auf lange Sommer⸗Abende und auf
eiertage aufſparte, an denen keine Unterbrechung zu
befürchten war, war Campbell's Ballade„O'Connors Kind,“ welche Moriz dem Bedürfniß gemäß dramati⸗ ſirt hatte.
Mit einem Büſchel Kleebläiter auf ſeiner Mütze und einem hölzernen Schwert in ſeinem Gürtel, kniete er auf dem Raſen, um von Edgar ſich die Hand ſeiner Schweſter zu erbitten, und der kleine Junge war ge⸗ lehrt worden, als Antwort hervorzuſtammeln:
„Geh', ſuch ein niedrer Weib dir aus Als von O'Connor's ſtolzem Haus;
Von unſrem Namen, Stamm und Rang, Ertönet Tara's Leier lang;


