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des Hauſes ſtimmte mit dem Aeußeren überein. Es
hatte große Geſellſchaftszimmer, Geräthe, die vom Platze zu rücken eines Rieſen Stärke erfordert hätte, Licht aus⸗ ſchließende Fenſter und unannahbare Feuerſtellen. Schwere rothe wollene Vorhänge fielen in gewichtigen Falten auf den Boden herab. Ein Regiment in Front hätte die Treppe hinanmarſchiren, mäßige Häuſer hätten inner⸗ halb der Bettſtellen gebaut werden können. Eine ge⸗ wiſſe Art von Größe lag in dem alten Schloſſe, und keines der üblichen Erforderniſſe ſolch eines Platzes fehlte ihm ganz und gar, aber es mangelte durchaus an jeder Behaglichkeit in ſeinen Einrichtungen, an allem An⸗ muthigen in ſeinem Anblick von innen wie von außen. Der Charakter des Eigenthümers ſchien auf die Mauern geprägt und auf das Portal eingeſchrieben zu ſein. Lord Lifford's Familie war ſo alt als ſein Haus, und ſein Stolz ragte ſo hoch als die Räume ſeiner Zimmer. Er war der letzte Abkömmling eines Ge⸗ ſchlechtes, das der katholiſchen Kirche durch die Zeiten der Verfolgung mit einer Treue angehangen hatte, die nun dem Lord eine erbliche Anhänglichkeit an eine Re⸗ ligion einflößte, deren Vorſchriften er nicht beobachtete, deren Geiſt er gewiß nicht an ſich zur Darſtellung brachie. Er hatte keine Feinde, denn er hielt ſich zu fern von Anderen, als daß er ihnen, oder ſie ihm hätten in die Quere kommen können. Es war eine Art von Würde und glatter Kälte um ihn verbreitet, die zurückſtieß ohne Rohheit und lähmte ohne Beleidigung. Es würde eben ſo ſchwer geweſen ſein, ihn zu erbittern, als ihm zu ſchmeicheln. Sein Herz(wenn er eines hatte) war ein verſtegelt Buch, das ſeine wenigen Gefährten niemals geleſen hatten; keiner wußte, ob die Seiten deſſelben mit ſchönen oder häßlichen Schriftzügen beſchrieben, oder ob ſie ſo inhaltsleer ſeien, wie das artige unveränder⸗ liche Angeſicht, das gleichſam das Titelblatt davon bildete. Während einer Reiſe, die er bald nach erreichter Volljährigkeit nach Spanien gemacht hatte, hatte er ein


