Teil eines Werkes 
5.-7. Bändchen (1851)
Entstehung
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etaße mar einmal ſeine Liebe konnte gegen die wider⸗ ſtreitende Macht ſeibnſüchtigen Intereſſes Stand halten, und er hatte nicht ein Fünkchen von Geundſatzfeſtigkeit in die Wagſchale zu werfen. Es iſt ein bitteres Ding, mit ſeiner eigenen geheimen Seele zu verkehten und ſich mit Verachtung von ihr abzuwenden die ſtürmiſchen Leiden⸗ ſchaften, weiche das Herz umwogen in einer Stunde ein⸗ ſamen Nachdenkens in Ruhe gelullt zu ſehen dann durch die ſtillen Waſſer in die Tiefen des Abgrunds zu ſchauen und das Spiegelbild unſe er eigenen ſchrecklichen Selbſt⸗ ſucht zu erblcken. Als Edmund bei ſeiner Landung in Belfaſt ſich in den vietſpännigen Wagen warf, der ihn erwartete, da erneuerte die raſche Bewegung und das be⸗ ſtändige Näherrücken der Scene des Kampfes und Strei⸗ tes, dem er entgegen ſah, die Arf egung ſeines Gemüthes und immer von Neuem wiederholte er ſich eine Rechen⸗ foige von ſtürmiſchen E örterungen, von Anguffen, die er abweiſen, von Fragen, denen er ausweichen, von Drohun⸗ gen, denen er Widerſtand leiſten, von Entſchuſſen, die er faſſen mußte, und e fah, daß ein ſtarker Wille in hart⸗

näckigem und wildem Kampf auf einen ſtarken Willen

ſtoßen würde. Obſchon die Nacht kalt war, ſo befand er ſich in einem ſolchen Zuſtand ſiebriſcher Aufregung, daß der Wind, der von der See her blies, als er der Küſte entlang reiſte, ihm nur erfriſchend däuchte, und die Pfeide,

die fünf Stunden in einer einzigen zurücklegten, ſeenen ihm am Boden zu kleben. Als er vor einem kleinen

Wirthshaus, ungefähr ſieben Meilen von Clantoy Halt machte, um die Pferde zu wechſein, näherte ſich ein Reiter ſeinem Wagen und er erkannte die Stimme ſeines Vetters Charles Neville, eines jungen Geiſtlichen, deſſen Pfarrſitz ſich innerhalb fünf Meilen von Clantoy befand, den er aber während ſeines letzten Beſuchs in Irland nicht ge⸗ ſehen hatte

Daif ich in den Wagen kommen, Edmund? ich muß mu ſprechen, ſagte er haſtig, und der Tritt