Teil eines Werkes 
1.-4. Bändchen (1851)
Entstehung
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mit Schande zu bedecken;— ſollte er dagegen ſo ge⸗

dankenlos, ſo bethört, ſo wahnſinnig ſein, um an eine Heirath zu denken, ſo würde er ſich dem endloſen Zorn ſeines Vaters, dem Verluſt aller ſeiner weltlichen Aus⸗ ſichten und einer ewigen Trennung von ihr ſelbſt aus⸗ ſetzen. Mr. Warren wußte ganz und gar nichts von dem Treiben ſeines Neffen und ſchloß einen Brief für ihn an den Banquier in Genf ein, von wo aus Edmund ihm zum letzten Male geſchrieben hatte. Er theilte ihm den Hauptinhalt des Briefes ſeiner Mutter mit und fügte ſolche juriſtiſche Details bei, die ihren Aus⸗ drücken eine überwältigende Wirkſamkeit geben konnten. Dieß war die Nachricht, die wie ein Donnerſchlag auf das Herz von Ginevra's Gatten gefallen war, und nie hat ein furchtbarerer Sturm in einer menſchlichen Bruſt gewüthet, als in der ſeinigen zu dieſer Stunde. Er liebte ſte feurig, und ſelbſt in dieſem Augenblicke be⸗ reute er nicht, daß er ſich durch unwiderrufliche Bande mit ihr verknüpft hatte; ſie war ſein und mußte es für immer ſein; aber gegen die angedrohten Folgen dieſer Handlung mußte er ſich hüten und ſeine Ver⸗ bindung mußte ein Geheimniß bleiben, bis es ihm ge⸗ lungen wäre, die Einwendungen ſeines Vaters zu überwältigen oder wenigſtens die Stärke ſeiner Vor⸗ urtheile zu ſchwächen. Vielleicht durchzuckte auch irgend eine unbeſtimmte Hoffnung ſein Gemüth, daß er ſie zum Wechſel ihres religiöſen Glaubensbekennt⸗ niſſes veranlaſſen könne, und dann würde die zum Pro⸗ teſtantismus übergetretene Tochter des Oberſten Leslie von ſeiner Familie als die willkommenſte Braut be⸗ trachtet werden, die er ihr vorführen könnte. Aber es war ſchwer, Ginevra in's Geſicht zu ſchauen und ihr eine langwierige, mühſame Verſtellung vorzuſchlagen. Es war ſchwer, während ſeine Verſicherungen gränzen⸗ loſer Hingebung ihr noch in den Ohren klangen, ſie zu einem demüthigenden Stillſchweigen und einer zwei deutigen Stellung zu verurtheilen. Ihre Augen ware noch immer auf den unglückſeligen Brief geheftet, un