Teil eines Werkes 
2. Th. (1848)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

2

Umſicht und Ruhe, die, in ſolchen Gelegen⸗ heiten, auch juͤngern Frauen eigen, veran⸗ ſtaltete ſie das Noͤthige. Ihren Arzt, den erſten in der Stadt, eine gute Waͤrterin, kurz jede Pflege ſchaffte ſie herbei. Außer dem Bedienten, der ſeinem Herrn ſehr er⸗ geben ſchien, weilte noch Edmond mit dem Freunde, und er verhieß der Graͤfin genauen Rapport von Allem. Ungeduldig harrte ſie des Arztes; er kam endlich, und wagte noch keinen Ausſpruch uͤber die Krankheit, die er nicht fuͤr gleichguͤltig erachtete. Der Die⸗ ner wurde ausgefragt, ob etwas Ungewoͤhn⸗ liches mit dem Leidenden ſich zugetragen; er verneint' es; nur hab' er, in der letztern Zeit, ihn ernſter noch und einſilbiger gefun⸗ den, nicht ſelten ſchreibend bis an den grauen Morgen, und nie geſtattend, daß er auf⸗ bleibe; allein die Unruhe um den theuern Gebieter habe ihm keine Raſt erlaubt, und