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Die Brautleute oder Schuld und Edelmuth : ein Roman / von Regina Frohberg
Entstehung
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Theodor lag auf ſeinen Knien, und benetzte ihre Hand mit heiſſen Thränen, dem Glücke kaum trauend, das er jetzt genoß.Walter! rief ſie mit verſtärktem Tone,Walter, o komm an meine Bruſt! Nur ein einziges Mal an die⸗ ſe glühende Bruſt, an dies ſehnſüchtige Herz; nur einmal in dieſe verlangenden Arme, und ich entſage dem Licht des Lebens gern auf im⸗ mer! Walter umfaßte ſie mit Leidenſchaft, und drückte einen brennenden Kuß auf ihre blei⸗ chen Lippen.Gott, welche Seligkeit, Dir anzugehören, mein Theodor! ſprach ſie und umklammerte ihn ſo feſt, als wollte ſie ihn nie mehr laſſen.Aber biſt Du nicht verhei⸗ rathet? rief ſie plötzlich, und als Theodor ſeufzte, ſank ſie ohnmaͤchtig zurück. Hier tra⸗ ten Arzt und Vater wieder vor, und Erſterer beruhigte die Beſorgten, indem er ſie verſicher⸗ tee, daß er jetzt alle Hoffnung habe, die Kran⸗ ke herzuſtellen. Er bat Walter, ſich nun wegzu⸗ begeben, und die genaueſten Nachrichten von ihm zu erwarten. Walter gieng; unten traf er