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aus dem ich mich ſtets hinaus geſehnt. Hier iſt
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ſchlang ihn feſt.„O, ich begreife es,“ ſprach er endlich,„daß der fähig werden muß zu al⸗⸗ lem Guten, der ſich eines ſolchen Anblickes oft erfreut! Ich bin in einem einſamen, duͤſtern Waldſchloſſe aufgewachſen,“ fuhr er fort,„das von aller dieſer Pracht nichts gewahrt, und
mir wohl, hier finde ich es natürlicher, daß 4 man die Menſchen entbehren kann!“ Ewald drückte ſeinem Gaſte liebreich die Hand, und leitete ihn ſodann eine verfallene ſteinerne Trep⸗
pe hinan zu einem alten Gemaͤuer, von dem der Ruf ſagte, daß es Geiſter beherberge, wo aber nur Tagſcheue Vögel hauſten, und von
wo man dieſe ſchöne Natur in ihrer ganzen Vollkommenheit überſchaute. Hier hatte Ewald, deſſen Lieblingsplätzchen es war, ein ländliches
Frühſtück auftragen laſſen, und dem Fremden
behagte dieſe Anordnung ſehr, wie ihm noch kein Mahl beſſer geſchmeckt, als die ſes frugale. Je mehr nun der erfahrene Mann ſich mittheil⸗ te, je geſpannter hörte ihm der Jüngling zu.


