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und der unter keinem Bedinge ſich von ihm trennen gewollt, als er hier ſich angeſiedelt, indeß die Gaſtfreundſchaft für ſeinen Herrn ausgeübt, und einem Reiſenden, der verirrt und vom Gewitter überraſcht, um ein Obdach gebeten, ſolches geſtattet hatte. Herzlich will. 3 kommen hieß Ewald den Fremden, den er er⸗ . ſuchte, ſich's bequem zu machen, worauf er ſelbſt ſich eine Minute beurlaubte, die Kleider zu wechſeln, und ſodann ſich wieder zu ihm 5 geſellte; ſeinem biedern Anton trug er auf, 1 eine gute Mahlzeit zu bereiten. 4
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Der Reiſende wußte nicht, was er von der
Geſtalt, den Reden ſeines Wirthes, die ſo ſon⸗ derbar kontraſtirten mit ſeinem Aufenthalte und ſeiner Lebensweiſe, denken ſollte. Daß ſeine Erziehung ihn nicht für dieſe Abgeſchiedenheit beſtimmt hatte, ſah er bald; daß Unglücksfälle 4 ihn dahin gebracht haben mußten, die Welt zu Alehen, für die er geboren ſchien, zeigte ſeine Bläͤſſe, der melancholiſche Blick aus ſeinem


