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Die Sternen-Ritter, oder: Heldenthaten ohne Lohn : eine Sage der Vorzeit / von C. F. Fröhlich
Entstehung
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die erhaltene Kunde„Wie heißen denn die Zu⸗ ruͤckkommenden? fragte ſie. Und als nun der Vater auch Merkenſteins Namen nannte, da uͤberzog hohe Roͤthe ihre Wangen und freudig rief ſie:„Ich folge Euch, mein Vater.“

Vier Stunden ſpaͤter befand ſich Helena nicht allein auf der Burg, ſondern ſie hatte ſich auch wieder geſchmuͤckt wie in den Tagen der Freude. Hoͤrbar klopfte ihr das Herz in der Bruſt, denn ein aͤngſtliches Gefuͤhl war in ihr eingezogen. Wurde ſie doch von jedem Plaͤtz⸗ chen an die Vergangenheit erinnert, wo Graf André ihr das Leben verſchoͤnert hatte. Ihre Zofe wollte ihr das Haar mit einem Myrthen⸗ zweig ſchmuͤcken, allein ſie warf ihn unwillig bei Seite. Noch einen Blick warf ſie in den Spiegel und begab ſich dann in den Gaden, wo ihrer Erſcheinung die Ritter mit Sehnſucht entgegen ſahen. Sie verbeugte ſich tief und reichte jedem die Hand.„Willkommen auf Rau⸗ henſtein,“ ſagte ſie recht herzlich..

Die Ritter erzaͤhlten ihr in Kuͤrze die Be⸗ ebenheign auf der Reiſe.„Alſo fuͤnf Ritter

ſtuͤrzte ich durch mein thoͤrichtes Verlangen in

den Tod,“ ſagte ſie leiſe zu ſich ſelbſt.

Walther v. Merkenſtein wendete ſich jetzt an ſie mit den Worten:„Fraͤulein Helena, wir ſind bereit Euch Geſchenke aus dem Morgen⸗ lande zu uͤberbringen, wovon vielleicht eins da⸗ von die Eigenſchaften beſitzt, die Ihr verlangt.“