Druckschrift 
Die Sternen-Ritter, oder: Heldenthaten ohne Lohn : eine Sage der Vorzeit / von C. F. Fröhlich
Entstehung
Einzelbild herunterladen

—

auch noch hoffen, daß meine Erſcheinung Euch

— 22— 5

ſchoͤnen Augen fuͤllten ſich mit Thraͤnen, die ſie vergebens zuruͤckzudraͤngen ſich bemuͤhte. ¹ „Helena,“ fuhr er fort und ergriff ihre Hand, „ich werde Euch nimmer vergeſſen, denn ich verlebte in Eurer Geſellſchaft die ſchoͤnſten Tage meines Lebens, erſt ſeit ich Euch ſah, wurde mir die Welt zum Paradieſe. Nehmt meinen innigſten Dank fuͤr Eure Freundſchaft. Ich komme wieder hieher, ſobald es mir moͤg⸗ lich iſt, vielleicht ſchon in einigen Wochen, vielleicht aber auch erſt in Monden. Ihr wißt es, daß Ihr mir uͤber alles theuer ſeid, drum gebt mir auch ein kleines Andenken, ſei es auch, was es will.“ Und Helena neſte eine Bandſchleife vom Buſen und reichte ihm wehmüthig laͤchelnd. Der Graf verbar ſie ſchnell auf ſeiner Bruſt, kuͤßte ihre Hand ſtuͤrmiſch, und fuhr dann fort:„Helena, werde Euch wiederſehen, darf ich aber denn

angenehm ſein wird?“ „„Immer, zu jeder Zeit,“ preßte ſie au