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Der zerbrochene Postwagen im thüringer Walde : humoristische Erzählungen / von Gustav Friedrichsohn
Entstehung
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der, gute Nacht! wiederholte, als des Aſſeſſors Hund noch einmal laut aufbellte und nach der Thuͤre ſprang. Jetzt fiel dem alten Herrn auf einmal ſeine offene Hausthuͤre wieder ein, und ſeine Furcht vor Dieben erwachte von neuem. Als aber Karl ſeinem Hunde Ruhe geboten hatte, guckte der Kopf des Kapellmeiſters zur Thuͤre her⸗ ein und rief: Wuͤnſche viel Gluͤck, Herr Aſſeſſor, viel Gluͤck Fraͤulein Julie! Habe an der Thuͤre Alles mit angehoͤrt und waͤre gar nicht bemerkt worden, wenn ich nicht mit dem Fuße an die Schwelle geſtoſſen und ſo den muſikhaſſenden Hund geſtoͤrt haͤtte. Es thut mir aber ſehr leid, daß ich dem Herrn Aſſeſſor mit einer Polonaiſe zur Eroͤffnung des Hochzeitballs nicht aufwarten kann, da ich mir vorgenommen habe, fuͤr Niemanden etwas zu komponiren, der einen Hund haͤlt. Em⸗

pfehle mich beſtens. Damit ging er, und die

gluͤckliche Nachtgeſellſchaft trennte ſich ebenfalls. Am andern Morgen aber gab der Oheim ein fei⸗ erliches Verlobungsfeſt und erzaͤhlte hier zum er⸗ ſten Male ſeine Rettungsgeſchichte aus den Hoͤr⸗ nern des Ochſen, zur Erbauung aller Anweſenden. Der Aſſeſſor aber reiſte Kin Paar Tage hernach zu ſeinem Oheim, blieb aber nur acht Tage ſtatt