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Wie Luther lebte, lehrte und starb : ein Volksbuch für evangelische Christen zu dem bevorstehenden dritten Jubelfeste der Kirchenverbesserung / von G. Friederich
Entstehung
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gen durch ihre Feſtigkeit die evangeliſchen Stände ſich von ihm den Nürnbergiſchen Reli⸗ gionsfrieden.

4.

Luthers Bibelüberſetzung war für das ſechszehnte Jahrhundert ein Rie⸗ ſenwerk des menſchlichen Geiſtes. Noch in Erfurt wähnte er: die ganze Bibel beſtehe nur aus den gewöhnlichen Sonntagsevangelien und Epiſteln, und jetzt ward er der zweite Schö⸗ pfer dieſes herrlichen Werkes für ſein Volk. So weit kann es der Menſch durch anhal⸗ tenden Fleiß in der Veredlung ſeines Geiſtes bringen.

5.

Wenn die Menſchheit dicho Chriſt! in ſpäteren Jahren, bei zerrütteter Geſundheit nicht mehr ſo glänzend an⸗ ſpricht, wie in deinen Bluͤthentagen, ſo gieb nicht der zunehmenden Verſun⸗ kenheit des Geſchlechts, ſondern dei⸗ nem Mangel an Empfänglichkeit die Schuld. Hierin fehlte Luther, als er aus Ver⸗ druß über mißlungene Plane, Wittenberg ver⸗ ließ.