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erklärt er an einem andern Orte: wahr iſt's, ein frommer Mönch bin ich geweſen und habe ſo ſtreng meinen Orden gehalten, daß ich's nicht ſagen darf. Iſt nun ein Mönch gen Himmel kommen durch
Mäncherei, ſo wollte ich auch hinein kommen ſeynz
das werden mir zeugen alle Kloſtergeſellen⸗ die mich gekannt haben.
Indeſſen wurde durch fortgeſetztes Studium der h. Schrift und beſonders des Kirchenvaters Auguſtin, der bald ſein Liebling ward und deſ⸗ ſen Anſichten er ganz in ſeinen Geiſt aufnahm, dieſer zwar ſtets mehr erleuchtet, aber in Verbin⸗ dung mit anſtrengenden Körperarbeiten und Nacht⸗
wachen ſein ganzes Weſen hierdurch auch ſo zer⸗
ſtöhrt, daß er allmählig in Schwermuth und Kör⸗ perſchwäche, und endlich in eine harte Krankheit fiel. In dieſer tröſtete ihn ein alter, ehrwürdiger Mönch des Kloſters, der ihm, gleichſam im Se⸗ hergeiſte zurief: getroſt, Bruder Martin! ihr werdet dieſes Lagers nicht ſterben und noch ein großer Mann werden, denn wen Gott liebt, dem legt er das Kreuz auf, welches gedultigen Leuten viel frommt. Zugleich hob der Edle jenen angſt⸗ vollen Kampf in Luthers Seele wegen ſeiner Un⸗ würdigkeit zur Seligkeit, durch die Worte des apoſtoliſchen Glaubensbekenntniſſes: ich glaube an eine Vergebung der Sünden, welche Worte er ihm alſo erklärte, daß dieſe Vergebuug aller


