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heilig, beſeligte und verdammte, wie dieſes der Deutſchen tapferer und mächtiger Kaiſer Heinrich IV. empfand, der vor dem römiſchen Papſte Gre⸗ gor VII. drei Tage lang auf dem Schloßhofe zu Canoſſa in Ober⸗Italien, im härnen Gewande und bloßen Füßen, mitten im Winter Buße thun mußte, bis es dem Erzürnten geſiel, ihn wieder in die Gemeinſchaft der Gläubigen aufzunehmen.
Mächtig wirkten zur Vergrößerung dieſes An⸗ ſehens die Mönchsorden und das geiſtliche Ke⸗ tzer⸗oder Inquiſitionsgericht. Die erſteren danken ihr Entſtehen chriſtlichen Einſiedlern, die ſich in Wäldern und Klüften von der Welt ſchie⸗ den, um dort ungeſtöhrt den Gebeten und religiö⸗ ſen Betrachtungen ſich überlaſſen zu können. Meh⸗ rere dieſer Eremiten vereinigten ſich ſpäterhin in ihren Klauſen oder Klöſtern, und zu Anfange des ſechsten Jahrhunderts n. Ch. Geb. gab zuerſt ein gewiſſer Benedikt ſolchen Mönchen oder Einſam⸗ lebenden, welches jenes griechiſche Wort Movcνᷣσ bezeichnet, eine feſte, geregelte Einrichtung, der ſie Lebenslang Folge zu leiſten, ſchwuren. Die Päpſte. unterſtützten die Mönchsorden im Vorge⸗ fühl ihrer Brauchbarkeit zur Verbreitung der päͤpſt⸗ lichen Gewalt, und dieſe erhoben aus Dankbar⸗ keit und Eigennutz die Macht des Papſtes den un⸗ wiſſenden Völkern.
Doch nicht alle Geiſter unteywarfen ſich blinde


