Teil eines Werkes 
2. Th. (1862)
Entstehung
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der Hand aufzutreten und die Rolle der Mademoi⸗ ſelle Georges, die ſie nicht einſtudirt habe, zu leſen ein ſtürmiſches Bravorufen, ja die leiden⸗ ſchaftlichſten Beifallsäußerungen folgten.

Mit dieſer improviſirten Leſerolle Joſephinen's, die einen alle Erwartung übertreffenden Erfolg ge⸗ habt haben ſoll, war ihr Sieg über Mademoiſelle Georges beim Publikum entſchieden. Als wenige Tage nach dieſer Improviſation am 11 Flo⸗ real XII(1. Mai 18 4) bei einer Vorſtellung der Iphigenie in Aulis Mademoiſelle Raucourt die Klytemneſtra, die Duchesnois aber die Eriphile ſpielten, geſchah etwas, das Joſephine, ſo ſchmerz⸗ lich es auch von ihr empfunden wurde, doch zu einigen Jahren ruhiger Kräftigung ihres Talentes verhalf. Das Erſcheinen der Raucourt, deren ganz entſchiedener Einfluß auf Mademoiſelle Georges und deren zornwüthiger Haß gegen Mademoiſelle Duches⸗ nois kein Geheimniß waren, wurde mit der ſchnei⸗ denden Muſik einiger Sackpfeifen empfangen. Ge⸗ danke und That der Beleidigten waren Eins. Mit furienhaftem Grimm ſtürzte die koloſſale Geſtalt der Raucourt ſich auf die zitternde, dieſes gräßlichen Augenblicks kaum ſich bewußt werdende Joſephine,