Teil eines Werkes 
2. Th. (1862)
Entstehung
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das Zimmer und ein gebieteriſcher Blick hieß mich gehen. Aber ich zitterte wie Espenlaub, was nun mit Fräulein Doris geſchehen werde, und horchte — das geſtehe ich ganz offen.“

„Weiter, weiter,“ drängte Henriette, als das Mädchen wahrſcheinlich von der Erinnerung an jene peinliche Stunde überwältigt, eine Weile ſchwieg.

„Es war doch gar zu traurig, ich kann's Wort für Wort nicht wieder erzählen, was ich hörte,“ geſtand Emilie, mit Anſtrengung ihre Thrä⸗ nen niederkämpfend.—„Jener Brief hatte eine Warnung gegen den Doktor Guſtin enthalten. Er ſei ein Pater Jeſuit, der unter dieſer Maske ſich eingeſchlichen, um aus der reichen Braut eine Klo⸗ ſterheilige zu machen und noch einen andern Zweck durch die unfehlbare Verzweiflung des Barons zu erreichen. Ich vergeſſe den Ton in meinem ganzen Leben nicht, womit der gnädige Herr zweimal ſeine Frage wiederholte: iſt es wahr Doris, daß Du mich ſo ſchmählich hintergangen und belogen?— rede Tochter— Kind meines braven Weibes, das mit keiner einzigen Falſchheit oder Lüge ſein Leben befleckt— ſage, daß der anonyme Briefſchreiber ein elender Verleumder iſt und ich will auf meinen