Teil eines Werkes 
1. Th. (1862)
Entstehung
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VIII

Pietät gegen damals wenigſtens noch Le⸗ bende wünſchte der Herausgeber die Erzählung der Begebenheit in der Form des Romans vor die Le⸗ ſewelt gebracht zu ſehen. Er wünſchte ſie eines Theils, weil die Berechtigung des Romans, als ein Gewebe von Wahrheit und Erfindung in dieſer Hinſicht ſo manche verletzende Spitzen für die in ihm auftretenden, noch lebenden Perſonen abzu⸗ ſtumpfen geeignet ſei und wünſchte ſie ferner, weil er die größere Verbreitung jener draſtiſchen Thatſachen dadurch gefördert glaubte.

Deshalb bleibt es denn auch der Annahme des geneigten Leſers überlaſſen, ob wie es wohl ſcheinen möchte München der Schauplatz dieſes ungewöhnlichen Ereigniſſes oder ob die Lokalitäten⸗ angaben vielleicht abſichtlich auf ein Irreführen berechnet ſind. Auf dieſe letzte Vermuthung hat nächſt dem beharrlichen Schweigen des Heraus⸗ gebers über dieſen Punkt noch der Umſtand mich geleitet, daß in den mir übergebenen Papieren der Name der deutſchen Hauptſtadt, von wo aus ſie größtentheils geſchrieben zu ſein ſcheinen, ſich doch nirgend angegeben findet. Neben bekannten, vielfach beglaubigten Zuſtänden und Oertlichkeiten laſſen