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wagen ſtanden, da waren mein die Waaren, die Sie retteten. Und deßhalb, mein Freund, komme ich auch jetzt als Kauf⸗ mann zu Ihnen und noch einmal bitte ich Sie, eine Arbeit für mich abzumachen. Sie ſollen mir ein Conto durchſehen.“
„Ich will, Fräulein,“ erwiederte Anton abgewandt, „aber nicht in dieſer Stunde.“
Sabine griff in den Schrank, ſie legte zwei Bücher mit goldenem Schnitt, in grünes Leder gebunden, auf das Pult. Und Anton bei der Hand faſſend bat ſie mit zitternder Stimme:„Kommen Sie doch, ſehen Sie mein Soll und Haben an.“ Sie öffnete das erſte Buch. Unter kunſtvollen Schnörkeln ſtanden die Worte:„Mit Gott.“„Geheimbuch von T. O. Schröter.“
Anton trat erſchrocken zurück:„Es iſt das Gehrimbush der Handlung,“ rief er,„das iſt ein Irrthum.“
„Es iſt kein Irrthum,“ ſagte Sabine,„ich wünſche, daß Sie es durchſehen.“
„Das iſt unmöglich, Fräulein,“ rief Anton.„Nicht Ihr Herr Bruder und nicht Sie können das im Ernſte wollen. Verhüte Gott, daß ſich ein Anderer an dieſes Buch wage als die Herren des Geſchäfts. So lange eine Handlung ſteht, ſind dieſe Blätter für keines Menſchen Auge, als für die Augen der Herren, und nach ihrem Tode für die nächſten Erben. Wer in dies Buch geſehen hat, der weiß, was nie ein Fremder erfahren darf. Und dieſem Buch gegenüber iſt auch der treuſte Freund ein Fremder. Als Kaufmann und redlicher Menſch darf ich Ihren Wunſch nicht er⸗ füllen.“ Sabine hielt ſeine Hand feſt„Sehen Sie doch ne S


