Teil eines Werkes 
3. Bd. (1855)
Entstehung
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alſo bei fünfhundert⸗Morgen zweitauſend fünfhundert jähr⸗ lichen Gewinn. Um dieſen zu erhalten, iſt ein Anlagecapital von höchſtens funfzehntauſend Thalern nöthig. Das war's, Anton, was ich dir erzählen wollte.“

Anton ſtand überraſcht. Es war nicht zu verkennen, daß die Zahlen, welche Fink hingeworfen hatte, nicht ganz aus der Luft gegriffen waren, weder die Koſten, noch die Er⸗ träge. Und die Ausſicht, welche eine ſolche Anlage dem Gut eröffnete, beſchäftigte ihn ſo, daß er lange in tiefem Schweigen neben dem Freund vorwärts ſchritt.„Du zeigſt mir in der Wüſte Waſſer und grüne Wieſen,“ rief er end⸗ lich bekümmert,„das iſt grauſam von dir, denn nicht der Freiherr wird im Stande ſein, dieſe Verbeſſerung zu ma⸗ chen, ſondern ein Fremder. Funßzehntauſend Thaler!“ „Vielleicht werden's auch zehn thun,“ ſagte Fink ſpot⸗ tend.„Ich habe dir dies Luftbild nur vor die Augen ge⸗

führt, um dich für deinen Trotz von geſtern Abend zu ſtrafen. Jetzt laß uns von Anderm reden.“

Am Abend rief der Freiherr mit wichtiger Miene ſeine Frau und Lenore:„Kommt nach meiner Schlafſtube, ich habe Euch etwas mitzutheilen.“ Er ſetzte ſich dort in ſeinem Lehnſtuhl zurecht und ſagte mit größerem Behagen, als er ſeit langer Zeit an den Tag gelegt hatte:„Es war leicht zu merken, daß dieſer Beſuch Finks nicht ganz zufällig war, und nicht durch Freundſchaft für Herrn Wohlfart veranlaßt, wie die jungen Männer ſich den Schein gaben. Ihr waret beide klüger als ich; ich habe doch Recht gehabt, der Beſuch

hat einen Grund, der uns näher angeht, als unſern Rech⸗ nungsführer.“ Die Baronin warf einen erſchreckten Blic