Teil eines Werkes 
3. Bd. (1855)
Entstehung
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dexung und Mißhandlung retten. Es wird keine kleine Be⸗ ſchwerde für Euch ſein, die Wachen bei Tag und Nacht zu ſtellen, aber Euer Dorf iſt groß. Vielleicht wird dieſe Ein⸗ richtung in kurzer Zeit durch die Behörden befohlen, es iſt ſichrer für uns Alle, wenn wir nicht darauf warten. Wir können ſchon in den nächſten Tagen wehrhaft ſein.

Seine eindringlichen Vorſtellungen und das Anſehn des verſtändigen Schulzen brachten die Gemeinde zu einem ein⸗ muthigen Beſchluß. Mit dem Schulzen und einigen vom Ortsvorſtande beritt er die Grenzen und beſtimmte die Punkte für Wachen und Alarmzeichen. Unterdeß entwarf der Schulmeiſter das Regiſter der Bauerwehr, verzeich⸗ nete die, welche zu Pferde, und die, welche zu Fuß Dienſt thun konnten, und ließ ſich angeben, was von Waffen im Dorfe war. Nanche erklärten ſich bereit, ein Gewehr zu kaufen. Die jungen Leute des Dorfes faßten die Sache mit Feuer an, die Hausfrauen packten vorſorglich in Kiſten und Bündeln das Werthvollſte ihrer Habe zuſammen. Von Neu⸗ dorf fuhr Anton mit den Häuptern der Gemeinde hinüber nach Kunau; auch dort fand er guten Willen, ähnliche Ein⸗ richtungen wurden verabredet und zuletzt beſprochen, daß die jungen Leute aus beiden Dörfern jeden Sonntag Nachmittag auf das Gut des Freiherrn ziehn ſollten, um dort in Ge⸗ meinſchaft zu exerciren. 4

Als Antoß nach dem Schloß zurückkehrte, wurden die

Vertheidigungsmittel des Gutes erwogen. Ein kriegeriſches Feuer entbrannte in der deutſchen Colonie. Jeder wurde davon ergriffen, auch die Friedfertigſten, der Schäfer und ſein

Hund Krambow, welcher durch nächtlichen Vorpoſtendien