Teil eines Werkes 
1. Bd. (1855)
Entstehung
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8 8 445 4 bet 85 0.;;I n 4 4 Ich muß aus Ihrem Munde mein Urtheil hören, rief e Fink 2Sie haben geſpielt mit Ihrem eigenen Leben und mit

dem Leben Anderer; Sie werden einſt ſchonungslos handeln

o für Ihre Pläne. Sie werden Großes und Edles unterneh⸗

mmen, das glaube ich; aber die Menſchen werden Ihnen da⸗

be ii hts gelten. Ich kann einen ſolchen Sinn nicht ertra⸗

1. un= Sie würden gütig gegen mich ſein, das glaube ich, Sie

en mich überall ſchonen, aber Sie würden mich immer

1* in müſſen, und das würde Ihnen eine Laſt werden;

14 ich, ich wäre in der Fremde allein. Ich bin weich,

1., in verwöhnt, mit hundert Fäden bin ich feſtgebunden

1 da an en Brauch dieſes Hauſes, an die kleinen Pflichten des 8 Haushaltes und an das Leben des Bruders.

te Fink ſah finſter vor ſich nieder.Sie ſtrafen in dieſer Stunde ſtreng, was Ihnen an mir mißfallen hat.

n Nein rief Sabine die Hand gegen ihn ausſtreckend,

.ve t ſo, mein Freund! Wenn ich Stunden hatte, wo Sie⸗

4 2 m. Schmerz machten, ich hatte eben ſo viele, wo ich mit

n Bew underung zu Ihnen aufſah. Und ſehen Sie, das eben

1 driſt, was uns für immer auseinander hält. Ich kann

niwn ruhig werden in Ihrer Nähe, immer fühle ich mich aus eige Gefühl in das andere geſchleudert, jetzt in banger Sch u und wieder in mächtiger Freude. Ich bin unſicher 1 Ihn n gegenüber, und das würde ewig ſo bleiben. Ich imüf? dieſen Kampf in mir verbergen, in einem Verhält⸗ niß, vo ich mich mit all meinem Gefühl an Sie anſchließen ſollte. Und Sie würden das erkennen und würden mir h deßhalb zurnen.