Teil eines Werkes 
1. Bd. (1855)
Entstehung
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als eine andere Dame ſeiner Bekanntſchaft.Aber du haſt 8

mir ja nie etwas davon geſagt? Haſt du mir etwas von deinen Empfindungen für eine andere junge Dame erzählt? antwortete Fink lachend. Anton erröthete und ſchwieg. Daß ſie mich wohl leiden mag, glaube ich, fuhr Fink fortob ſie mit mir geht, weiß ich nicht; dies wollen wir ſogleich erfahren; ich gehe jetzt hinunter, ſte zu fragen.

Anton ſprang zwiſchen ſeinen Freund und die Thür: Noch einmal beſchwöre ich dich, überlege, was du thun willſt.

Was iſt da zu überlegen, du Kindskopf, lachte Fink, aber eine ungewöhnliche Haſt wurde in ſeinen Geberden ſichtbar.

Liebſt du denn Fräulein Sabine? frug Anton.

Das iſt wieder eine ſpießbürgerliche Frage, verſetzte Fink.Meinetwegen ja, ich liebe ſie!

Und du willſt ſie mitnehmen in die Anſtedelungen und Wälder?.

Gerade deßhalb will ich ſte heirathen; ſie wird ein hoch⸗ herziges ſtarkes Weib ſein, ſie wird meinem Leben Halt und

Adel geben. Sie iſt nicht liebenswürdig, wenigſtens iſt nicht ſo bequem mit ihr zu plaudern wie mit mancher An⸗ dern, aber wenn ich mir ein Weib nehme, ſo brauche ich

eins, das mich überſehen kann, und glaube mir, der Schwarz⸗

kopf iſt dazu gemacht! Jetzt aber laß mich los, ich muß 8

erfahren, wie ich daran bin.

Sprich nur erſt mit dem Prinzipal, rief Anton dem

Stürmenden nach.