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10.
im Nachmittage brachte der Briefbote einen ggelten Brief an Finks Adreſſe. Fink öffnete den ief und ging ſchweigend auf ſein Zimmer. Als er nicht wieder herunterkam, eilte Anton beſorgt zu ihm hinauf. Er fand Fink auf dem Sopha ſitzend, den Kopf auf die Hand geſtützt. „Du haſt eine traurige Nachricht erhalten?“ frug Anton. .„Mein Oheim iſt geſtorben,“ erwiederte Fink,„er, viel⸗ leicht der reichſte Mann der Wallſtreet in Newyork, iſt auf einer Geſchäftskeiſe mit der Naſchine eines Miſſiſippiboots in die Luft geflogen. Er war ein unzugänglicher Mann; mir hat er in ſeiner Art viel Güte erzeigt, und ich habe ihm als thörichtes Kind mit Undank vergolten. Dieſer Gedanke macht mir ſeinen Tod bitter. Außerdem wird das Fact ent⸗ ſcheidend für meine Zukunft.“ 4 „Du willſt fort von uns?“ fiel Anton erſchrocken ein. „Ich werde morgen abreiſen. Mein Vater iſt zum Uni⸗ verſalerben des Verſtorbenen ernannt, mir hat dieſer ſeinen Landbeſitz in den weſtlichen Vereinsſtaaten als Legat ver⸗ macht: Mein Oheim war ein großer Landſpeculant, und es gilt jetzt ſchwierige und verworrene Verhältniſſe zu löſen. Deßhalb will mein Vater, daß ich ſo ſchnell als möglich nach Newyork gehe, und auch ich merke, daß die perſönliche An⸗ . 4


