Teil eines Werkes 
1. Bd. (1855)
Entstehung
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Ballen, fiel beinahe über einen Hebebaum und wurde durch das„Vorgeſehen!“ welches ihm zwei Enakſöhne mit Leder⸗ ſchürzen zuriefen, noch mit Mühe vor dem Schickſal bewahrt, unter einer großen Oeltonne platt gedrückt zu werden. Im Centrum der Bewegung, gleichſam als Sonne, um welche ſich die Fäſſer und Arbeiter und Fuhrleute herum dreh⸗ ten, ſtand ein junger Herr aus dem Geſchäft, ein Herr mit entſchloſſener Miene und kurzen Worten, welcher als Zeichen ſeiner Herrſchaft einen großen ſchwarzen Pinſel in der Hand hielt, mit dem er bald rieſige Hieroglyphen auf die Ballen malte, bald den Aufladern ihre Bewegungen vorſchrieb.

Dieſen Herrn frug Anton mit klangloſer Stimme nach dem

Prinzipal des Geſchäftes und wurde durch eine kurze Be⸗

wegung des Pinſelſtiels in den hintern Theil des Hausflurs nach dem Comtoir gewieſen. Zögernd trat er an die Thür, es koſtete ihm einen großen Entſchluß, den Griff mit der Hand zu drehen— er hat ſich ſpäter oft daran erinnert— und als die Thür geräuſchlos aufging und er in das Däm⸗ mer der großen Arbeitsſtube ſah, da wurde ihm ſo angſt, daß er kaum über die Schwelle ſchreiten konnte. Sein Ein⸗ tritt machte wenig Aufſehen. Ein halbes Dutzend Schreiber 8 fuhr haſtig mit den Federn über die blauen Briefbogen, um noch die letzten Züge vor dem Schluß des Comtoirs und der Poſt zu thun. Nur einer der Herren, welcher zunächſt der Chure ſaß, erhob ſich und frug in kühlem Geſchäftston: „Was ſteht zu Ihren Dienſten?“

Auf die ſchüchterne Erklärung Antons, daß er Herrn Schröter zu ſprechen wünſche, trat aus dem zweiten Comtoir

ein großer Mann mit faltigem Geſicht, mit ſtehendem Hemd⸗