Teil eines Werkes 
1. Bd. (1855)
Entstehung
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4.

Schon ſtand die Sonne niedrig am Himmel, als die beiden Wanderer bei den erſten Häuſern der Hauptſtadt an⸗ kamen. Erſt einzelne kleine Gebäude, dann zierliche Som⸗ merwohnungen mitten in blühenden Gärten; dann rückten die Häuſer dichter zuſammen, die Straße ſchloß ſich auf bei⸗ den Seiten, und mit dem Staube und dem Wagengeraſſel legte ſich bange Sorge um die Bruſt unſeres Helden. In dem Geflecht großer und kleiner Straßen wäre Anton rath⸗ los geweſen, wenn ihn nicht ſein Begleiter, der aus Achtung por dem beſſern Rock Antons hinter ihm geblieben war, durch laute Rechts und Links an den Straßenecken gelenkt

für krumme Seitengaſſen und ſchmale Trottoirs. Hier und

Thuren ſtanden, oder jungen Burſchen mit krummer Naſe unnd runden Augen, welche, die Hände in den Hoſentaſchen, auf der Straße herumlungerten. Zuweilen wurde ſein Gruß mit nachläſſigem Kopfnicken erwiedert, welches ungefähr be⸗ deutete:„er iſt ein gutes Geſchöpf, aber er hat kein Geld;“

da winkte er hinter dem Rücken ſeines Reiſegefährten mit frecher Vertraulichkeit geputzten Mädchen zu, die an den

5 hätte. Veitel Itzig aber hatte eine merkwürdige Vorliebe

in der Rogel ward ſeine Zuvorkommenheit mit kalter Ver⸗ achtung hingenommen, welche der Pflaſtertreter der ſchnu⸗ tzigen Nebenſtraße da, wo nichts zu gewinnen iſt, eben ſo gut