Teil eines Werkes 
1. Bd. (1855)
Entstehung
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noch einen Blick nach dem Schloſſe und ſchritt dann ſtumm

auf der Landſtraße fort, Itzig immer einen halben Schritt hinter ihm. Endlich wandte ſich Anton um und frug nach dem Eigenthümer des Schloſſes.

Wenn Veitel Itzig nicht ein Hausfreund des Guts⸗

beſitzers war, ſo mußte er doch zum wenigſten ein vertrauter Freund ſeines Pferdejungen ſein; denn er war bekannt mit vielen Verhältniſſen des Freiherrn, der in dem Schloſſe wohnte. Er berichtete, daß der Baron nur zwei Kinder habe, dagegen eine ausgezeichnete Schafheerde auf einem großen ſchuldenfreien Gut. Der Sohn ſei auswärts auf einer Schule. Als Anton mit lebhaftem Intereſſe zuhörte und dies durch ſeine Fragen verrieth, ſagte Itzig endlich: Wenn du willſt haben das Gut von dieſem Baron, ich will dir's kaufen.. Ich danke, antwortete Anton kalt;er würde es nicht verkaufen, haſt du mir eben geſagt. Wenn Einer nicht will verkaufen, muß man ihn dazu zwingen, rief Itzig. Du biſt der Mann dazu, ſprach⸗Anton. Ob ich bin der Mann, oder ob es iſt ein Anderer; es iſt doch zu machen, daß man kauft von jedem Menſchen, was er hat. Es giebt ein Recept, durch das man kann zwingen

einen Jeden, von dem man etwas will, auch wenn er nicht

will.. Muß man ihm einen Trank eingeben, frug Anton mit Verachtung,oder ein Zauberkraut 27

Tauſendgüldenkraut heißt das Kraut, womit man

Vieles kann machen in der Welt, erwiederte Veitelab 7. 7 1

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