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4 ſend,„ſo müſſen Sie auch auf die Punkte gehen, wo Aus⸗ ſichten ſind. Ich reite dorthin— wenn Sie mir folgen wollen.“ Anton folgte in der glücklichſten Stimmung. Das Fräu⸗ lein redete ihrem Pferde zu, im Schritt zu gehen, und machte den Erklärer. Sie zeigte ihm große Baumgruppen und freundliche Ausſichten auf die Landſchaft, legte dabei einen Theil ihrer Majeſtät ab und wurde geſprächig. Bald plau⸗ derten Beide ſo ungezwungen, wie alte Bekannte. Endlich ſtieg das Fräulein ab, als ihr einige Stufen eine ſchickliche Veranlaſſung gaben, und führte das Pferd am Zügel; da⸗ rauf wagte Anton den Hals des Schwarzen zu ſtreicheln, was der Pony wohlwollend aufnahm und ſeinerſeits deng Fremdling die Rocktaſchen beroch.. „Er hat Zutrauen zu Ihnen,“ ſagte das Fräulein, ver . iſt ein kluges Thier.“ Sie warf ihm die Zügel über den Kopf und gab ihm einen Schlag, worauf der Pony in kur⸗ zen Sprüngen davonrannte.„Wir kommen in den Blu⸗ mengarten, da darf er nicht hinein; er läuft zum Stall zu rück, er iſt's gewöhnt.“ „Dieſer Pony iſt ein Wunder von einem Pferde,
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ihm Anton nach. „Ich bin ſein Liebling,“ ſagte das Fräulein beiſtim mend,„er folgt mir aufs Wort.“ Anton fand die An⸗ hänglichkeit des Pony natürlich, ſetzte dieſelbe Empfindung 3 beim Papagei voraus und war geneigt zu behaupten, daß alle übrige Creatur der Erde eine ähnliche Stimmung gegen ſeine Führerin haben müſſe. „Ich denke, Sie ſind von Familic,“ frug die 3 4 4 2


