Teil eines Werkes 
3. Th. (1864)
Entstehung
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Hummel, und machte einen dicken Strich durch den Poſten. „Ich glaube zwar, daß es unleſerliche Schmöcker ſind, aber die Welt hat viele dunkle Winkel, und da Sie ein⸗ mal eine Vorliebe dafür haben, als Kauz unter Ihren Mitmenſchen zu ſitzen, ſo ſollen Sie in Ihrem Loch blei⸗ ben.“ Er betrachtete den Doctor mit einem ironiſchen Blinzen.„Haben Sie mir nichts weiter zu ſagen? Ich meine nicht über das Geſchäft Ihres Vaters, das mich gar nichts angeht, ſondern über ein anderes Geſchäft, das Sie ſelbſt zu betreiben ſcheinen, wobei Sie den Wunſch haben, ſich mit meiner Tochter Laura zu aſſociiren.“ Der Doctor erröthete.„Ich hätte einen andern Tag

für dieſe Erklärung gewählt, welche Sie jetzt von mir for⸗

dern. Aber auch ich habe den heißen Wunſch, mich da⸗ rüber mit Ihnen zu verſtändigen. Ich habe mich lange mit der ſtillen Hoffnung getragen, daß es der Zeit gelin⸗ gen könnte, Ihre Abneigung gegen mich zu vermindern.“

„Der Zeit?“ unterbrach ihn Hummel,„das iſt mir lächerlich.“

„Jetzt bin ich durch die hochherzige Hilfe, welche Sie meinem Vater geleiſtet, Ihnen gegenüber in eine Stellung gekommen, welche für mich ſo ſchmerzvoll iſt, daß ich Sie anflehen muß, mir Ihr Mitgefühl nicht zu verſagen. Ich werde bei angeſtrengter Thätigkeit und glücklichen Zufällen erſt nach Jahren in der Lage ſein, eine Frau ernähren zu können.“

„Brotloſe Künſte,“ unterbrach Herr Hummel brummend. 5