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habe es immer gewußt, und deshalb bin ich heut ge⸗ kommen.“
Hahn ſah mit einem Blicke warmer Dankbarkeit zu ihm auf und griff wieder nach ſeinem Tuch.
Hummel legte ihm die ſchwere Hand auf den Kopf, wie einem kleinen Kinde, und ſagte leiſe:„Sie ſind ein Phantaſt, Hahn.— Der Docttor iſt fertig, jetzt unterſchreiben Sie, und laſſen Sie ſich beide das Unglück nicht übermäßig zu Herzen gehen. So,“ fuhr er fort, und beſtreute das Papier ſorgfältig,„morgen um neun Uhr ſchicke ich Ihnen meinen Anwalt auf's Comtoir. Bleiben Sie hier, die Treppe hat ſchlechtes Licht, aber ich finde mich ſchon zurecht. Gute Nacht.Ä“
Er trat auf die Straße und ſah ſich geringſchätzig nach den feindlichen Mauern um.„Keine Hypothek?“ brummte er.„H. Hummel, erſte und letzte, zwanzig⸗ tauſend.“ In der Familienſtube gönnte er ſeinen Frauen einige beruhigende Worte.„Ich habe mich erkundigt, die Leute werden ſich halten. Ich verbitte mir alſo jedes weitere Geſeufz. Wenn ihr wieder einmal der elenden Mode zu Gefallen einen Strohhut braucht, ſo könnt ihr das Geld eher zu den Hähnen tragen als zu An⸗ dern, ich gebe meine Erlaubniß.“
Einige Tage darauf trat Fritz Hahn in das kleine Comtoir des Herrn Hummel. Dieſer ſcheuchte den Buch⸗ halter durch einen Wink mit dem Finger hinaus und begann kühl von ſeinem Lehnſtuhl:„Was bringen Sie mir, Herr Doctor?“


