Teil eines Werkes 
2. Th. (1864)
Entstehung
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welcher jetzt die Treppe hinabſchlich, ſah anders aus, als jener glückſelige Magiſter, der vor wenig Minuten hinaufgeſtiegen war. Das bleiche Geſicht war nach vorn gebeugt und ſein Auge irrte ſcheu über die Mienen der Diener, welche ihn neugierig betrachteten. Er griff mechaniſch nach ſeinem Hut, und er, der Magiſter, ſetzte ihn noch im Fürſtenſchloſſe auf ſein Haupt. Er trat hinaus auf den Platz, der Sturm fegte durch die Stra⸗ ßen, trieb Staub in Wirbeln um ihn her und jagte ihm die Rockſchöße vorwärts.„Er treibt,“ murmelte Knips,„er treibt, wie kann ich widerſtehen? Soll ich zurückkehren in die kalte Kammer zu meinen Correctu⸗ ren, ſoll ich mein Lebtag von der Profeſſorengnade ab⸗ hängen und den ſtolzen Tröpfen Bücklinge machen, immer in Sorge, daß ein Zufall dieſen Gelehrten ver⸗ räth, wie auch ich einmal ihr Meiſter war und ſie höhnte?“

„Hier aber ein gutes Leben, und Gelegenheit, un⸗ ter Unwiſſenden der Klügſte zu ſein und ihnen unent⸗ behrlich zu werden. Ich bin es ſchon jetzt, der Fürſt hat ſich zu mir geſtellt wie ein Kamerad zum andern, und er kann, wenn ich ſeinen Willen thue, ſich ſo we⸗ nig von mir ſcheiden, wie das Pergament von der Schrift.“

Er wiſchte ſich den kalten Schweiß von der Stirn. „Ich ſelbſt finde den Codex,“ fuhr er zuverſichtlicher fort.„Jacobi Knipsii sollertia inventum. Ich kenne das

große Geheimniß, und ich will ſuchen Tag für Tag,

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