Teil eines Werkes 
2. Th. (1864)
Entstehung
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gen, aber der ſchw

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eine Neckerei, die wir gehabt haben. Bitte, Mutter, ſetze die Blumen in ein Glas.“ Er nahm das Tuch, verbarg es in einer Schublade und beugte ſich wieder über die Schrift.„Das hätte ich Laura doch nicht zugetraut,“ fuhr die Mutter bekümmert fort. Da aber der Sohn weitere Klagen nicht begünſtigte, ſtellte ſie ihm die Blumen zurecht und verließ das Zimmer, die Kränkung ihres Kindes im mütterlichen Herzen umher⸗ wälzend.

Der Wagen fuhr vor und der Doctor ſtieg ein, die Gevatterin abzuholen.„Er kann nur gleich auf der andern Seite wieder herauskriechen,“ ſagte Herr Hum⸗ mel am Fenſter,„die Hausthüren ſind nahe genug.“

Durch eine ſchwierige Wendung gelangte der Feſtwagen

an die Treppe des Herrn Hummel, der Lohndiener öff⸗ nete den Schlag, aber bevor der Doctor die Stufen hinaufdringen konnte, erſchien Suſanne auf der Treppe und rief hinunter:„Bemühen Sie ſich nicht erſt he⸗ rein, das Fräulein wird ſogleich kommen.“ Und Laura ſchwebte von den Stufen herab, ganz in Weiß wie in eine Schneewolke gehüllt. Und wie ſchön ſah ſie heut aus. Zwar die Wangen waren bleicher als ge⸗ wöhnlich und die Augenbraunen ünſter zuſammengezo⸗

1 üthige Zug gab ihrem Antlitz

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eine bezaubernde Würde. Sie vermied den Doctor an⸗ zuſehen, bewegte ihr Hanpien ur ein wenig auf ſeinen Gruß, und als er die Hand bot, ihr Einſteigen zu un⸗

terſtützen, fuhr ſie an ihm oo und ſetzte ſich auf Freytag, Handſchrift. II. 2