Geldſtück herausholend,„pielleicht kann ich's beſtellen.“ Die Botin war über die unerwartete Menſchlichkeit des Tyrannen ſo betroffen, daß ſie einen ſtummen Knix machte und das Körbchen in ſeine Hand gleiten ließ. „Es wird Alles auf's Beſte beſorgt werden,“ verſicherte Herr Hummel mit einnehmendem Lächeln.
Er trug den Korb in das Haus und rief Suſanne, ihn den Frauen zu bringen, darauf trat er wieder an die Thür und ſtreichelte den Hund.
Nicht lange, und er hörte, daß die Thür der Wohnſtube aufflog und ſein Name laut in den Flur gerufen wurde. Bedächtig ſchritt er in das Frauenge⸗ mach und fand hier arge Verſtörung. Ein zierlicher Korb ſtand auf dem Tiſch, zerſtreute Blumen lagen umher und zwei kleine Pelzhandſchuhe mit großen Krallen an den Fingerſpitzen lagen wie abgeſchlagene Tatzen eines Raubthiers auf dem Boden. Laura aber ſaß vor ihnen und ſchluchzte laut.
„Holla,“ rief Hummel,„gehört das auch zum Pathenvergnügen?“
„Heinrich,“ rief die Gattin heftig,„deinem Kinde iſt eine Beleidigung widerfahren. Der Doctor hat ge⸗ wagt, deiner Tochter dies zu ſenden.“
„Ei,“ rief Hummel,„Katzenpfoten, und gar mit Krallen! Warum nicht, die werden warm halten in der Kirche, du kannſt den Doctor ja damit anfaſſen.“
„Es ſoll ein Scherz ſein,“ rief Laura unter heißen Thränen,„weil ich ihn oben zuweilen geneckt habe.


