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von Wagen und Karren folgte mit Kindern und Frauen, gezogen durch ſtarke Rinder, beladen mit Saatkorn, Häusrath und Feldgeräth. Und es war nicht allein die unruhige Jugend, welche auszog, auch grauhaarige Bauern mit ihren Hausfrauen ſaßen auf den Wagen oder ſchritten, das Kreuzlied ſingend, nebenher. Der alte Hartmann aus Friemar ritt in dem Haufen, der Freiſchöffe Iſenhard und andere anſehnliche Nachbarn von der Neſſe, welche Baugrund in einem Lande begehr⸗ ten, wo ſie als Chriſten ehrwürdig waren, und wo man um Anderes ſorgte als um ihre Gedanken über die Macht des Vaters und des Sohnes. Auch deutſche Or⸗ densleute zogen in der Schaar, Bruder Sibold führte ſie, und Ivo ritt als Mitbruder neben ſeinem Gemahl Friderun und in ſeinem Gefolge waren Ritter Lutz und ein rothwangiges Dorfkind, das Berchtel aus Frien⸗ ſtädt.
Als der Zug über die Saale geſetzt hatte und auf der Höhe anhielt, damit die ſcheidenden Pilger noch ein⸗ mal das Land ihrer Väter begrüßten, beſtiegen Ivo und Friderun einen Felſen und blickten Hand in Hand hinüber nach dem blauen Streifen des Waldgebirges. Da klang in der Nähe Hufſchlag eines einzelnen Reiters und Berthold ſtand vor ihnen. Wild und drohend war ſein Ausſehen, als er die Hand der Schweſter ergriff und ſprach:„Du trägſt den Segen des alten Mannes auf deinem Haupte, meiner hat er nicht gedacht. Ich aber war in dem Hofe, den die Horden des Mönches ausgeraubt haben, ich kniete nieder am Heerde und


