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grund geſchlagene eiſerne Brücke mit hohem Geländer. Lange ſtand er und ſtarrte vor ſich hin, ohne Gedanken, ohne ſcharfe Unterſcheidung eines einzigen Gegen⸗ ſtandes, ſo viele ihrer auch ſich in ſeinem Auge ſpie⸗ gelten. Zuweilen griff er in ſeinen krauſen röthlichen Bart und knirſchte leiſe mit den Zähnen.
„Alles fein ſäuberlich und ordentlich“, brummte er dann,„wie es ſich für die geſitteten Leute im Schloſſe geziemt. Sind nun einig und wünſche ihnen jedes Glück, langes Leben und daß ſie Enkel ſehen mögen, die noch glücklicher ſind als ſie ſelbſt. Amen! Aber für Silvia hätte es nicht gepaßt und für mich auch nicht. Sie war eine Tochter der Freiheit und der Wildniß. Und ich...“
Er ſuchte umſonſt nach einem Schlußſatz für ſich, guckte noch einmal durch das Gitterthor auf die Brücke, in den Abgrund hinab.
„Es wird Keiner mehr da hinabſtürzen; wäre auch ſchade, wenn ein gewöhnliches Menſchenkind auf dem Steine ſtürbe, wo ſie ihre Seele ausgehaucht hat.“
Und er kehrte langſam durch den Garten nach dem Saale zurück.„Gott ruhen laſſen und Geld verdienen — das Drüben iſt ein Traum, das Dieſſeits eine taube Nuß.“ Mit dieſem Gedanken trat er wieder in die Verſammlung.


