Teil eines Werkes 
4. Bd. (1875)
Entstehung
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„Sie verſchweigen mir nichts? Ihm iſt kein Unheil widerfahren?“ „Beim rothen Kreuz, nein!“

Und er lachte mit ſo gutem Humor, ſo überlaut, daß dahinter keine böſe Nachricht ſtecken konnte.

„Wird ihn Jemand in dem Getümmel aufgehalten haben. Iſt auch noch kein Diener da, trotzdem daß ich ſie hinaufgeſchickt.“

„Was das Haus bietet, ſteht zu Ihrer Verfügung, Herr von Schmettow. Herr Greif wird meine Worte beſtätigen. Aber ſprechen Sie, ich bin unruhig und ungeduldig, wie iſt das Alles nur geſchehen?“

Nuprecht hatte ſich einen Gartenſtuhl herbeigeholt, lehnte ſich lang darin zurück und wiegte ſich hin und her.

In dem Glanz der Abendſonne ſchimmerte Ellen's Haar wie Wellen röthlichen Goldes. Sie erſchien ihm wie die Göttin des Glückes, Schönheit und Reichthum zugleich beſitzend und austheilend. Jetzt oder nie konnte er ſie gewinnen. Sie war mit ihm allein; ſie mußte ihn anhören, vielleicht— nein, gewiß ihm Gewährung ſchenken. Keine Möglichkeit der Flucht oder der Hülfe für ſie; er durch den Kampf mit der Feuersbrunſt auf⸗ geregt, mit geſtählten und geſpannten Nerven, zu jeder Tollkühnheit entſchloſſen, da er eben dem Tode ge