ten, ſtiegen aus den Furchen die Lerchen auf, dazwi⸗ ſchen klang zuweilen der heiſere Schrei der zierlichen Pfauen, die auf den Raſenplätzen des Gartens prah⸗ 1 leriſch einherſchritten.
Der Wechſel des leicht anſteigenden und wieder abfallenden Terrains, überall der Ausblick aus der kunſtvollen Schöpfung des Menſchen in die Freiheit der Natur, bei unmerklichen oder ganz verſchwinden⸗ den Grenzen zwiſchen beiden; die anmuthige Belebung V der„ſtummen“ Natur durch Denkmale und Inſchrift⸗ ſteine, durch Häuſer, die an ſo glücklich gewählter 1 Stelle liegen, als hätte man ſie nur der maleriſchen Wirkung wegen hingeſetzt, und an die ſich doch ſo reiche und unvergeßliche Erinnerungen des Schaffens und Wirkens, der Liebe und der Dichtung knüpfen, verleihen dieſem Parke einen ganz eigenen, ſo nie wie⸗ der zu findenden Reiz.
In dieſem Jahre waren linde Lüfte und warmer Sonnenſchein ein wenig ſpät gekommen; noch blühten in dieſen erſten Tagen des Junimonats die Geſträuche des Flieders und die rothen Kaſtanien. In ihrer ſchneeigen Pracht ſtanden die Kirſchbäume. Oben auf der Hohe des Gartens, wo ein im römiſchen Stil erbautes Gartenhaus dem davor ſich ausdehnen⸗ den, von Blumenbeeten durchſchnittenen Raſenplatz als
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