Teil eines Werkes 
3. Bd. (1875)
Entstehung
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Wolfhart, nicht wegen Ihrer Drohungen, ſondern ein⸗ gedenk unſerer Knabenfreundſchaft. Reden Sie!

So hochmüthig? Sie haben meine arme Schweſter verführt, verlaſſen

Hat ſie Ihnen etwa das Rächeramt übertragen?

Ich ſtehe für mich allein. Wie wagen Sie es nur, mit dieſer Schuld auf dem Gewiſſen ſich in die Nähe der Gräfin Reinsberg

Sind Sietoll? unterbrach ihn Bruno.Beſinnen Sie ſich, Fritz Wolfhart, wer Sie ſind und von wem Sie reden!

Ich bin immer noch mehr als ein reicher Nichts⸗ thuer, ich bin ein freier Mann! Werden Sie mir Ge⸗ nugthuung geben, Bruno Greif?

Und er packte Bruno's Arm.

Zurück! wehrte ihn dieſer ab.Entweder muß ich Sie für einen Betrunkenen halten oder für einen

Nichtswürdiger, Du willſt nicht büßen? ſchrie Fritz und ſtieß mit dem raſch aus der Taſche geriſſe⸗ nen Meſſer nach der Bruſt Bruno's.

Von dem rothen Buch, das Bruno in der Taſche des zugeknöpften Rockes trug, glitt der Stoß ab. Ein Ringen begann; vergebens ſuchte Bruno dem Wüthen⸗ den das Meſſer zu entreißen. Schon hatte er einen

Stich in den linken Arm und eine Schramme auf der Frenzel, Silvia. III. 18